Warum nimmt Darmkrebs bei jüngeren Erwachsenen zu?

Bei Erwachsenen unter 50 Jahren steigen die Darmkrebsraten. Das ergab eine globale US-amerikanische Studie in 36 Ländern. Forscher diskutieren nun über die Ursachen.
Lesezeit: 2 Minuten
Schnell-Check Darmkrebs bei der Felix Burda Stiftung.
Schnell-Check Darmkrebs bei der Felix Burda Stiftung.
Bei Erwachsenen unter 50 Jahren steigen die Darmkrebsraten. Das ergab eine aktuelle Studie der US-amerikanischen Krebsgesellschaft in verschiedenen Ländern. Forscher diskutieren nun über die Ursachen.

Erstmals untersuchte die American Cancer Society für die Studie die Erkrankung an Darmkrebs sowohl bei 20- bis 49-Jährigen als auch bei ab 50-Jährigen. Dafür flossen Daten aus 43 Ländern in die Untersuchung ein.

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Tendenz: Verschiebung der Darmkrebsraten

Nach wie vor ist das Risiko jüngerer Menschen, einen Darmkrebstumor zu bekommen, geringer als bei älteren Menschen. Trotzdem zeigen die Zahlen eine beunruhigende Tendenz. Spitzenreiter unter den Erkrankungsraten jüngerer Erwachsener ist Südkorea. Von 100.000 Einwohnern unter 50 erkrankten dort zwischen 2008 und 2012 12,9. Deutschland liegt mit 7,7 Erkrankungen im Mittelfeld, Schlusslicht bildet Indien mit nur 3,5 Erkrankungen.

Bei den Erwachsenen über 50 hält die Slowakei mit 192,5 Fällen pro 100.000 Einwohner den traurigen Rekord.


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International: Der Ländervergleich

Der Vergleich einzelner Länder im letzten Jahrzehnt zeigt: bei unter 50-Jährigen steigt die Darmkrebsrate in 19 Ländern an, in 14 Ländern bleibt sie stabil und in nur drei Ländern geht sie zurück. Auffällig: Während die Anzahl der jüngeren Erkrankten in gutsituierten Ländern wie Australien, Dänemark, Deutschland, Großbritannien Kanada, Neuseeland, Schweden, Slowienien und den USA steigt, sinken die Fallzahlen bei Älteren oder bleiben konstant.

Mögliche Ursachen: Ernährungsstil und Übergewicht

Die Ursachen werden derzeit diskutiert. Die Experten vermuten veränderte Lebens- und Ernährungsstile wie mehr Konsum von Fertiglebensmitteln und Fastfood, außerdem häufige Antibiotikagaben bei Kindern. Auch Übergewicht wird als Risikofaktor in Erwägung gezogen. Basierend auf diesen Vermutungen sollen weitere Studien eingeleitet werden.

Vorsorge: Darmkrebs-Screening hilft

Die rückläufige Krebsrate älterer Patienten in den Industrienationen zeigt den Erfolg der Darmkrebsvorsorge. Ab 50 Jahren werden Stuhlproben untersucht und Darmspiegelungen durchgeführt. Die frühzeitige Erkenntnis von Krebsvorstufen hilft, Darmkrebs zu vermeiden.

International wird diskutiert, ob das Screening generell vorverlegt werden soll. Autoren der aktuellen Studie empfehlen Patienten unter 50, die familiär vorbelastet sind, sich unbedingt per Screening untersuchen zu lassen – eine Empfehlung, die in Deutschland bereits üblich ist.

Schnell-Check Darmkrebs

Einen Schnell-Check Darmkrebs finden Sie auf der Seite der Felix Burda Stiftung.

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