Vom 12. bis 15. April 2018 trifft sich die Fitnessbranche in Köln zu ihrer alljährlichen Leistungsschau. Die fMi sprach vorab mit Silke Frank, der FIBO Event Direktorin.
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Es ist wieder soweit: die FIBO ruft. Vom 12. bis 15. April 2018 trifft sich die Fitnessbranche in Köln zu ihrer alljährlichen Leistungsschau. Längst ist die weltweit größte Messe für Fitness, Wellness und Gesundheit eine Marke. Die FIBO ist der Inbegriff der Branche, sie ist ihre Leitmesse. Die fMi sprach mit Silke Frank, der neuen FIBO Event Direktorin, die davon überzeugt ist, „dass wir gerade den Beginn einer sehr innovativen Phase für die Fitnessbranche erleben“.

Mehr als 150.000 Besucher und über 1.000 Aussteller waren es allein im letzten Jahr bei der Einstellung des historischen Rekordes. Die Fußstapfen, in die Silke Frank (44) steigt, sind groß. Von Nervosität aber keine Spur. Auch nicht bei ihrem Chef. Vielmehr ist er voll des Lobes. Sie sei „eine äußerst erfahrene Messe-Macherin auf der Pole-Position der FIBO“, so Hans-Joachim Erbel, CEO Reed Exhibitions Deutschland bei ihrer Vorstellung.

Die Anerkennung hat sich die gebürtige Düsseldorferin nach ihrem Studium „von der Pike auf“ über fast zwanzig Jahre „hausintern“ erarbeitet. Dem steten Aufstieg von der Assistentin zur Direktorin verdankt sie ihrem „sehr guten Gesamtüberblick über das Messewesen“. Nach der Organisation von Messen unter anderem in Berlin, Stuttgart, Amsterdam und Moskau sowie der Verantwortung für die PSI, der Europäischen Leitmesse für die Werbeartikelwirtschaft, hat sie nun unerschrocken auf dem Fahrersitz der FIBO Platz genommen.

Noch stärkere Kundenorientierung
Auch wenn Leitmessen wie die PSI und die FIBO vieles gemeinsam haben und sie „zusammen mit dem eingespielten FIBO-Team das Rad nicht neu erfinden musste“, so weiß Silke Frank nur zu gut, dass „jede Messe ihre eigenen strategischen Ziele“ hat, die „wir passgenau für den Markt formulieren“. Mehr Live-Erlebnis, mehr Fortbildung, mehr Übersicht, Silke Frank will der FIBO 2018 ein frischeres Konzept verpassen, das sich noch stärker an den Bedürfnissen der Branche orientiert.

Wir denken Fitness ganzheitlich
Damit Besucher sich schneller und besser orientieren können, strukturiert sie die Leitmesse für Fitness, Wellness und Gesundheit neu. „Wir denken Fitness ganzheitlich“, zeigt sich die FIBO-Macherin als Strategin. „Also wird es nur noch die FIBO geben. Die Dreiteilung der Messen ist nicht mehr zeitgemäß.“ Studiobetreiber, Trainer und Instruktoren stehen heute vor denselben Herausforderungen: Sie müssen mit innovativen Technologien neuen sportwissenschaftlichen und medizinischen Erkenntnissen sowie dem steigenden Anspruch der Trainierenden mithalten. „Die Besucher kommen mit ähnlichen Fragen zur Messe.“

Daher organisiert sie die FIBO übersichtlich nach den Themen der Branche. Für Silke Frank sind das in diesem Jahr diese 14 Themen: Academy, Cardio & Strength, Consulting Services, EMS & Vibration, Fashion, Fighting Fit, Functional Training, Group & Aqua Fitness, Interior, New Business, Physio, Power, Sport Nutrition sowie Wellness & Beauty. Den Vorteil haben die ausstellenden Unternehmen. „Die einzelnen Messebereiche werden durchlässiger. Aussteller haben so die Chance, neue Zielgruppen anzusprechen.

Fachbesucher noch besser abholen
Ihre Handschrift, wohin sie die FIBO ausrichten will, zeigt sich besonders in drei Themenbereichen. „Wichtig ist mir“, so Silke Frank, „dass wir die Fachbesucher noch besser abholen.“

Die weltgrößte Fitnessmesse erweitert ihr Aus- und Weiterbildungsprogramm. Damit reagiert sie auf den Wunsch vieler Fachbesucher. Jeder Fünfte will mit dem Messebesuch die eigenen Fachkenntnisse erweitern. Mit dem neuen Format Academy richtet die FIBO 2018 das Fortbildungsevent des Jahres aus. Mit dem auf vier Tage erweiterten Programm haben beispielsweise Studiobetreiber, Personal Trainer und Physiotherapeuten die Möglichkeit der Teilnahme, ohne einen Tag schließen zu müssen.

Für Existenzgründer ist der Themenbereich New Business die neue Anlaufstelle der FIBO. Hier präsentieren sich mit Startups und den jungen innovativen Unternehmen unter anderem die Newcomer der Branche. Ergänzend der Themenbereich Consulting Services. Er bietet Beratung für Studiobetreiber und -entscheider, zum Beispiel zum Thema Software-Lösungen.

Ausgeweitet wird auch das Angebot für Physiotherapeuten. Um ihnen den Zugang zu Messe und Fachprogramm zu erleichtern, wird es erstmals auch am FIBO-Sonntag ein spezielles Angebot geben, zum Beispiel „Physio at Work“.

Noch mehr Internationalisierung
Die FIBO wird zunehmend internationaler. Ein Beispiel, der Physiotag 2018. Wie dieses Programm, so werden auch viele andere Veranstaltungen mehrsprachig ausgerichtet.

Kein Wunder: Aus 117 Nationen kamen die mehr als 150.000 Besucher des letzten Jahres. Jeder vierte der über 80.000 Fachbesucher kam aus dem Ausland, mehr als 600 der insgesamt 1019 Aussteller. „Und mit Veranstaltungen in spannenden Märkten wie Südafrika und den USA bauen wir das weltweite FIBO-Netzwerk aus.“ So denkt sie, Silke Frank: die FIBO 2018 in Köln vor Augen, die FIBO-Welt im Sinn.

Ob sich für Studiobetreiber und -leiter wie für die vielen Tausend Studierenden und Auszubildenden ein FIBO-Besuch lohnen würde, haben wir am Ende unseres Gespräches Silke Frank gefragt. Nicht die Antwort als solche überraschte, vielmehr die aus ihr sprechende Überzeugung: „Wer immer up to date sein will, für den ist die FIBO die wertvollste Entscheidungshilfe.“

www.fibo.de

Silke Frank
Die gebürtige Düsseldorferin ist seit über 18 Jahren für Reed Exhibitions im internationalen Messegeschäft tätig. Zuletzt leitete sie als Event Director die jährlich in Düsseldorf stattfindende PSI, Europas größte Messe der Werbeartikelwirtschaft.

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