Krankenstand steigt auf Rekordniveau: BGM-Angebote laut DAK-Gesundheitsreport 2023 immer wichtiger

Der DAK-Gesundheitsreport 2023 weist eine hohe Quote bei Krankschreibungen und Fehlzeiten auf. Experten fordern mehr Prävention und gezielte BGM-Angebote.
Lesezeit: 2 Minuten
DAK-Gesundheitsreport 2023 zeigt Rekordwerte für Fehlzeiten und Krankschreibungen – BGM-Angebote werden immer wichtiger
DAK-Gesundheitsreport 2023 zeigt Rekordwerte für Fehlzeiten und Krankschreibungen – BGM-Angebote werden immer wichtiger
Der aktuelle Gesundheitsreport der Krankenkasse DAK-Gesundheit zeigt, dass es im ersten Halbjahr 2023 ungewöhnlich viele krankheitsbedingte Arbeitsausfälle gab. Zunehmender Stress, Personalmangel und steigende Belastungen am Arbeitsplatz führen zu einer Negativspirale, der nur mit vereinten Kräften, mehr Prävention und einer gezielten Stärkung des Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) begegnet werden kann, so Andreas Storm, Vorstand der DAK-Gesundheit.

Mehr als die Hälfte (50,1 Prozent) der Beschäftigten hatte bis Ende Juni 2023 bereits mindestens eine Krankschreibung das geht aus der aktuellen Fehlzeitenanalyse der DAK-Gesundheit hervor.

Rekordhoch bei Krankschreibungen

Ein solch hoher Krankenstand wird in der Regel erst zum Jahresende erreicht. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stiegen die Fallzahlen um 61 Prozent.

Aktuelle Fehlzeitenanalyse der DAK-Gesundheit zeigt Rekordhoch bei Krankschreibungen

Im Durchschnitt waren die Beschäftigten von Januar bis einschließlich Juni knapp zehn Tage krankgeschrieben. Insgesamt lag der Krankenstand mit 5,5 Prozent deutlich über dem Vorjahreshalbjahr (2022: 4,4 Prozent). Dies ist der höchste Wert, den die Krankenkasse für ihre 2,4 Millionen erwerbstätigen Versicherten seit dem Start der Halbjahresanalysen 2013 gemessen hat.


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Insbesondere Atemwegserkrankungen waren im ersten Halbjahr 2023 für den hohen Krankenstand der Beschäftigten verantwortlich. Die Zahl der Krankschreibungen wegen Husten, Schnupfen und anderen Infekten hat sich von 17,2 auf 34,1 je 100 Beschäftigte fast verdoppelt.


Auch lesenswert: 'Rückenfalle Homeoffice' & 'Psychische Gesundheit im Fokus')


Auch Krankschreibungen aufgrund von Muskel-Skelett-Erkrankungen und psychischen Erkrankungen waren deutlich häufiger als im Vorjahreszeitraum (59 bzw. 60 Prozent höhere Fallzahlen.)

Personalmangel verschärft Situation auf dem Arbeitsmarkt

Der DAK-Gesundheitsreport 2023 zeigt auch, dass der krankheitsbedingte Arbeitsausfall in Berufen mit Personalmangel besonders stark ist: „Unsere Analyse mit neuen Rekordwerten zeigt, dass der Krankenstand der Beschäftigten auch nach dem Ende der Pandemie ein wichtiges Thema für Unternehmen und Betriebe ist“, sagt Andreas Storm, Vorstandsvorsitzender der DAK-Gesundheit.

Und weiter: „Hier müssen wir Berufsgruppen mit Personalmangel besonders im Blick behalten, weil Stress und Überstunden den Krankenstand hochtreiben können. So droht ein Teufelskreis, der durchbrochen werden muss“.

Mehr Prävention und Ausbau von gezielten BGM-Angeboten

Storm bekräftigt zudem seine Forderung nach einem Runden Tisch zum Thema Fachkräftemangel und Gesundheit unter Beteiligung von Politik, Sozialpartnern und Krankenkassen: „Der hohe Krankenstand im ersten Halbjahr 2023 macht deutlich, dass sich beim Thema Arbeit die gesundheitliche Dimension nicht wegblenden lässt“.


„Firmen und Betriebe in Deutschland sollten auch im eigenen Interesse verstärkt auf den Gesundheitsschutz ihrer Mitarbeitenden achten und weitere Ressourcen ins Betriebliche Gesundheitsmanagement investieren.“
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Andreas Storm – Vorstandsvorsitzender DAK-Gesundheit


Es sei eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die Gesundheit der Beschäftigten zu schützen und gleichzeitig die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Unternehmen nachhaltig zu sichern. (Mehr: 'BGM: Must-have in der Arbeitswelt 4.0')

Fachkräftemangel begegnen & Leistungsfähigkeit erhalten

Mit welchen Lösungsstrategien und Angeboten die Fitness- und Gesundheitsbranche Unternehmen dabei unterstützen kann, die Gesundheit ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – physisch und psychisch – nachhaltig zu fördern, erläutern Prof. Dr. Axel Plünnecke vom Institut der deutschen Wirtschaft (IW) und BGM-Experte Oliver Walle im exklusiven fMi-Interview.

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