Benefiz-Seminar Kampf gegen Depressionen

Kampf gegen Depression: Erstmals fand in der Nähe von München ein Benefiz-Seminar zur Prävention seelischer Erkrankungen bei Sportlern statt.
Lesezeit: 3 Minuten
Kampfsport gegen Depressionen: Benefiz-Seminar zur Prävention seelischer Erkrankungen bei Sportlern.
Kampfsport gegen Depressionen: Benefiz-Seminar zur Prävention seelischer Erkrankungen bei Sportlern.
'Obacht!' hieß es kürzlich im bayerischen Altomünster gleich hinter München. Das gleichnamige Benefiz-Seminar zum Thema Prävention seelischer Erkrankungen bei Sportlern fand regen Anklang.

Auffällig viele unterschiedliche Kämpfer verschiedener Sportarten und Nationalitäten trafen sich im beschaulichen Hinterland, um Einblicke in die Seminareinheiten zu bekommen, sich zu informieren und zusammen zu trainieren. Der Erlös der Veranstaltung kommt dem gemeinnützigen Verein #wirfueryannic zugute.

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Aufklärung und Enttabuisierung

„Das Thema Depressionen betrifft mehr Leute, als man denkt. Ich kenne so viele Menschen, die enorme Probleme haben und nicht wissen, wer ihnen helfen kann“, so Hans Hutton, Chefcoach an neun Kampfsportschulen und Inhaber von Münchens erster Brazilian JiuJitsu Academy.  Das ist seine Motivation, in der Freizeit auf dem Seminar zu unterrichten.

Dem schließt sich Martin Guggi von der Flowing Arts Academy aus Klagenfurth in Österreich an. Für ihn stellt die weite Anreise kein Hindernis dar, sein Wissen zu teilen.

Austausch der Erfahrungen und Strategien

Grenzüberschreitend Aufklären und Trainieren war nicht nur der Inhalt der Unterrichtseinheiten. Auch in den Gesprächen am Mattenrand wurden Erfahrungen und Strategien unter Teilnehmern und Trainern ausgetauscht.

Wie sich herausgestellt hat, haben sich auffällig viele Sportler gerade aus Gründen seelischer Belastungen und Krankheitsfaktoren für den Kampfsport entschieden.


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Brazilian Jiu Jitsu als Prävention

Ziel im Brazilian Jiu Jitsu, kurz BJJ, ist es, einen größeren und stärkeren Gegner durch anspruchsvolle Techniken, Hebel und spezielle Körpermechanik zu kontrollieren und zu besiegen.

Julian Fazekas, Gründer und Chefcoach von BJJ Dachau, betont die vielfältigen Entwicklungspotenziale der Sportart gerade für Kinder und Jugendliche: „Im Gegensatz zu anderen Kampfsportarten bei denen der Fokus auf Schlägen und Tritten liegt, ist der Schwerpunkt im BJJ das Grappling (Ringen). Hier lernt man sehr schnell und kompromisslos sich selbst zu überwinden und kann bestehende Hemmungen in lockerer Athmosphäre ablegen“, erklärt er in seiner Unterrichtseinheit auf dem Seminar.

Fitnesscenter bieten NO-Gi Brazilian Jiu-Jitsu an

So können alle Schüler mit unterschiedlicher Intensität trainieren, ohne sich dabei ernsthaft zu verletzen. Das Training unterscheidet sich damit deutlich von vielen anderen Kampfsportarten. Ganz traditionell trainieren Brazilian Jiu-Jitsu Kämpfer in einem sogenannten 'GI' oder 'Kimono', der der Judo Kleidung sehr ähnlich ist. In den vergangenen Jahren haben einige Fitnesscenter und Kampfkunstschulen das NO-Gi Brazilian Jiu-Jitsu in ihren Trainingsplan mit aufgenommen.

Die Sportart erfreut sich stark wachsender Popularität, wofür auch die steigende Anzahl von Teilnehmern auf den internationalen Camps sprechen. Und die nächste Veranstaltung ist bereits in den Startlöchern: BJJ Intensive Camp.

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